FFVT Politik- und Praxisdialog 2020: Flucht- und Flüchtlingsforschung im Gespräch

10. Dezember 2020

Seit der Ankunft hunderttausender Geflüchteter in Deutschland im Jahr 2015 hat sich die öffentliche Diskussion über Flucht und Migration in Deutschland verschärft. Teile der politischen und medialen Öffentlichkeit greifen dabei sehr selektiv auf Zahlen, Fakten und wissenschaftliche erforschte Zusammenhänge zurück, um sie für ihre jeweiligen Narrative und Argumente zu nutzen. Die Kontextualisierung von Einzelinformationen tritt oft in den Hintergrund. Stattdessen dominiert das Spiel mit Einstellungen, Emotionen und Vorurteilen.


Mit dieser Veranstaltung tritt das Verbundprojekt „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer“ (FFVT) mit Akteur*innen aus Politik, öffentlicher Verwaltung, Medien und Öffentlichkeit in den Dialog, um die vielseitigen Erfahrungen mit Wissensaustausch zum Thema Flucht und Flüchtlinge zu diskutieren. Ziel der Veranstaltung, die den Auftakt für eine jährliche Reihe bildet, ist es, Wege zu skizzieren, wie Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland und Europa als „Stimme der Evidenz“ zur gesellschaftlichen und politischen Debatte um Flucht, Asyl und Integration beitragen kann.


FFVT zielt auf die Stärkung einer interdisziplinären Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland ab. Dazu führt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Vorhaben die Forschung zu Feldern wie Migration, Entwicklung, Konflikten und Gewalt, Klimawandel, Gesundheit, Governance und Menschenrechten zusammen. FFVT unterstützt so die Vernetzung der zum Themenkomplex Flucht arbeitenden Einrichtungen und Wissenschaftler*innen sowie den Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis, Medien und Politik. Die FFVT-Partnerinstitute sind das Bonn International Center for Conversion (BICC), das Centre for Human Rights Erlangen Nürnberg (CHREN, Universität Erlangen Nürnberg), das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE, Bonn) und das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS, Universität Osnabrück).

Sprachen
  • Deutsch
Ausrichter
DIE
DIE – Deutsches Institute für Entwicklungspolitik / German Development Institute
Programm
Donnerstag, 10. Dezember 2020
09:30

Begrüßung: Dr. Jörn Grävingholt (DIE)

09:30 - 11:00

Transfer, Dialog, Konflikt oder Ignoranz? Zum Zusammenspiel zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit


Panelist*innen:

  • Prof. Dr. Annette Treibel-Illian (Pädagogische Hochschule Karlsruhe)
  • Dr. Danielle Gluns (Universität Hildesheim)
  • Prof. Dr. Rinus Penninx (University of Amsterdam)


Moderation: Dr. Franck Düvell (IMIS)

11:00 - 11:30

Pause

11:30 - 13:00

Flucht- und Flüchtlingsforschung im Dialog mit Politik und öffentlicher Verwaltung: Erfahrungen und Erwartungen


Panelist*innen:

  • Dr. Axel Kreienbrink (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)
  • Bärbel Dieckmann (Vorsitzende der Fachkommission Fluchtursachen der Bundesregierung)
  • Berivan Aymaz (MdL Nordrhein-Westfalen, Bündnis 90/Die Grünen)
  • Dr. Steffen Angenendt (Stiftung Wissenschaft und Politik)


Moderation: Dr. Benjamin Schraven (DIE)


13:00 - 14:00

Mittagspause

14:00 - 15:30

Flucht- und Flüchtlingsforschung in Medien & Öffentlichkeit


Panelist*innen:

  • Andrea Dernbach (Tagesspiegel)
  • Dr. Margret Karsch (SVR Migration)
  • Dr. Simon Goebel (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)


Moderation: Prof. Dr. Petra Bendel & Dr. Lorenz Wiese (CHREN)

15:30

Abschluss: Prof. Dr. Conrad Schetter (BICC)

Hinweis / Please note

Während unserer Veranstaltungen werden z.T. Foto- und/oder Filmaufnahmen gemacht, die für Zwecke der Veranstaltungsberichterstattung und allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit in verschiedenen Medien veröffentlicht werden. Sie haben jederzeit das Recht, die Foto- oder Videograf*innen darauf hinzuweisen, dass Sie nicht aufgenommen werden möchten.


During our events photos and/or videos may be taken which may be published in various media for the purposes of documentation and PR activities. You have the right at any time to point out to the photographer or videographer that you do not want to be photographed or filmed.

Zum Anfang