Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer

Das Verbundprojekt "Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer" (FFVT) zielt auf die Stärkung einer interdisziplinären Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland. Dazu führt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben die Forschung zu Migration, Entwicklung, Konflikten und Gewalt, Klimawandel, Gesundheit, Governance und Menschenrechten sowie weiteren Feldern zusammen. Auf diese Weise unterstützt FFVT die Vernetzung der zum Themenkomplex Flucht arbeitenden Einrichtungen und Wissenschaftler*innen. Um zukünftig eine akademische Ausbildung in der Flucht- und Flüchtlingsforschung zu ermöglichen, plant es den Aufbau von Studien- und Graduiertenprogrammen. FFVT will zudem die Internationalisierung der wissenschaftlichen Aktivitäten in Deutschland weiter vorantreiben und bietet deshalb unter anderem ein globales Fellowship-Programm an. Der Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis, Medien und Politik ist ein weiteres Schlüsselelement seiner Arbeit. FFVT soll einen Beitrag leisten, eine nachhaltige Infrastruktur der Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland zu etablieren, um exzellente wissenschaftliche Arbeit zu ermöglichen.

Zur Fokussierung und Verbindung der wissenschaftlichen Debatten setzt FFVT im Projektverlauf wechselnde Akzentthemen. Das aktuelle Akzentthema lautet: „(Im)Mobilität und globale Standards des Flüchtlingsschutzes“.

FFVT wird gemeinsam betrieben vom Bonn International Center for Conversion (BICC), vom Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN, Universität Erlangen Nürnberg), vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE, Bonn) und vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS, Universität Osnabrück).

Aktuelles

Online-Podiumsdiskussion

Contestation over migration and rights in the context of forced displacement - How do we study it?

6. Dezember 2021 – Zoom

The podium discussion precedes the FFVT scholarly workshop “Forced migration and dynamics of political mobilisation: conceptual approaches, comparative and case studies” on 7 December 2021. While the three workshop panels focus on issues such as diaspora mobilisation, political mobilisation for rights and acts of citizenship, as well as transnational refugee protection versus contentious politics over (im)migration, the podium discussion intends to explore and reflect on academic approaches to study these phenomena.


Online-Workshop

FFVT Scholarly Workshop „Forced Migration and Dynamics of Political Mobilisation: Conceptual Approaches, Comparative and Case Studies“ (in English)

7. Dezember 2021

This Workshop brings together scholars of interdisciplinary backgrounds who work on topics related to forced migration with a particular focus on political mobilisation dynamics. The discussions in the three panels will address the question: Which factors cause political mobilisation in the context of forced migration, and which dynamics and outcomes can be identified?

Workshop

Going local: Integrationsprozesse von Geflüchteten/Migrant:innen auf lokaler Ebene. Deutsch-italienische Erfahrungen im europäischen Kontext

9 - 11. Februar 2022 – Villa Vigoni

Ziel des Arbeitsgesprächs ist es, die Integrationsprozesse von Geflüchteten/ Migrant:innen auf lokaler Ebene zu erörtern und dabei die Hindernisse und Ermöglichungsbedingungen, sowie den aktuellen Trend einer (G)lokalisierung der Flucht-/Migrationsforschung aus einer deutsch-italienischen Perspektive zu beleuchten.

Konferenz

4. Konferenz des Netzwerks Fluchtforschung Call for Papers, Panels & Posters, 1st Circular

28 - 30. September 2022 – Chemnitz

Die Konferenz versteht sich als Plattform für Diskussionen und Vernetzungen von Forscher*innen im Feld der Flucht- und Flüchtlingsforschung. Sie wird durch die Professur Humangeographie mit dem Schwerpunkt Europäische Migrationsforschung der TU Chemnitz unter Leitung von Prof.‘in Dr. Birgit Glorius in Kooperation mit dem Netzwerk Fluchtforschung und dem BMBF-geförderten Verbundprojekt „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer“ organisiert.


Der Call for Papers, Panels & Posters richtet sich an Wissenschaftler*innen aller Disziplinen, die zu Flucht und Geflüchteten forschen. Insbesondere die Mitglieder des Netzwerks Fluchtforschung, aber auch andere Forschende, sind aufgerufen, Vorschläge für Papers und Panels einzureichen. Vorschläge können das gesamte Forschungsspektrum zu Flucht und

Geflüchteten und thematisch verwandte Gebiete umfassen.

FFVT-Fellowship-Programm

Die stärkere Anbindung deutscher Forschung an die internationale Flucht- und Flüchtlingsforschung ist ein zentrales Anliegen des Projekts „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer“ (FFVT). Bisher ist die deutsche Forschung in der internationalen Wissenschaftslandschaft nur unzureichend vertreten. Das Bonner Friedens- und Konfliktforschungsinstitut BICC, das Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN), das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) und das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück arbeiten als Verbundpartner gemeinsam daran, die Sichtbarkeit der Forschung in der internationalen Wissenslandschaft zu erhöhen.

652 Forschungsprojekte
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