Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer

Das Verbundprojekt "Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer" (FFVT) zielt auf die Stärkung einer interdisziplinären Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland. Dazu führt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben die Forschung zu Migration, Entwicklung, Konflikten und Gewalt, Klimawandel, Gesundheit, Governance und Menschenrechten sowie weiteren Feldern zusammen. Auf diese Weise unterstützt FFVT die Vernetzung der zum Themenkomplex Flucht arbeitenden Einrichtungen und Wissenschaftler*innen. Um zukünftig eine akademische Ausbildung in der Flucht- und Flüchtlingsforschung zu ermöglichen, plant es den Aufbau von Studien- und Graduiertenprogrammen. FFVT will zudem die Internationalisierung der wissenschaftlichen Aktivitäten in Deutschland weiter vorantreiben und bietet deshalb unter anderem ein globales Fellowship-Programm an. Der Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis, Medien und Politik ist ein weiteres Schlüsselelement seiner Arbeit. FFVT soll einen Beitrag leisten, eine nachhaltige Infrastruktur der Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland zu etablieren, um exzellente wissenschaftliche Arbeit zu ermöglichen.

Zur Fokussierung und Verbindung der wissenschaftlichen Debatten setzt FFVT im Projektverlauf wechselnde Akzentthemen. Das aktuelle Akzentthema lautet: „(Im)Mobilität und globale Standards des Flüchtlingsschutzes“.

FFVT wird gemeinsam betrieben vom Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC), vom Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN, Universität Erlangen Nürnberg), vom German Institute of Development and Sustainability (IDOS) und vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS, Universität Osnabrück).

Aktuelles

Konferenz

4. Konferenz des Netzwerks Fluchtforschung

28 - 30. September 2022

Die Konferenz versteht sich als Plattform für Diskussionen und Vernetzungen von Forscher*innen im Feld der Flucht- und Flüchtlingsforschung. Sie wird durch die Professur Humangeographie mit dem Schwerpunkt Europäische Migrationsforschung der TU Chemnitz unter Leitung von Prof.‘in Dr. Birgit Glorius in Kooperation mit dem Netzwerk Fluchtforschung und FFVT organisiert.

Eine Übersicht über Termine mit FFVT-Beteiligung und weiteren Akteuren der Partner des FFVT-Konsortiums findet sich hier .

Workshop

Forced migration and refugee studies in the East. Is there a need for acknowledging the Global East as yet another epistemic concept? (in English)

17 - 18. Oktober 2022

Recent wars in Ukraine and Armenia or the refugee drama on the Belarusian border require reconsidering how we think about the world. Notably, the simple binary of the Global North and the Global South epistemologically disregards the experiences of the post-Soviet countries and generally the Global East. This workshop aims (a) to sketch the state-of-the-art of forced migration research on the countries east of the EU, (b) to discuss the concept of the Global East and (c) to consider how to facilitate and expand research collaboration and research.

Ankündigung

FFVT Summer School 2022: "Displacement, Governance and Human Rights"

10 - 15. Juli 2022 – Nürnberg

How has international refugee law evolved, which gaps remain and how can we address them? How are refugees protected in the different regions of Europe, Africa, Latin America, Asia and the Middle East? Which challenges are refugees exposed to locally? These and many additional questions are at the core of the FFVT Summer School 2022 "Displacement, Governance and Human Rights".

FFVT-Fellowship-Programm

Die stärkere Anbindung deutscher Forschung an die internationale Flucht- und Flüchtlingsforschung ist ein zentrales Anliegen des Projekts „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer“ (FFVT). Bisher ist die deutsche Forschung in der internationalen Wissenschaftslandschaft nur unzureichend vertreten. Das Bonner Friedens- und Konfliktforschungsinstitut BICC, das Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN), das German Institute of Development and Sustainability (IDOS) und das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück arbeiten als Verbundpartner gemeinsam daran, die Sichtbarkeit der Forschung in der internationalen Wissenslandschaft zu erhöhen.

656 Forschungsprojekte
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