Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer

Das Verbundprojekt "Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer" (FFVT) zielt auf die Stärkung einer interdisziplinären Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland. Dazu führt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben die Forschung zu Migration, Entwicklung, Konflikten und Gewalt, Klimawandel, Gesundheit, Governance und Menschenrechten sowie weiteren Feldern zusammen. Auf diese Weise unterstützt FFVT die Vernetzung der zum Themenkomplex Flucht arbeitenden Einrichtungen und Wissenschaftler*innen. Um zukünftig eine akademische Ausbildung in der Flucht- und Flüchtlingsforschung zu ermöglichen, plant es den Aufbau von Studien- und Graduiertenprogrammen. FFVT will zudem die Internationalisierung der wissenschaftlichen Aktivitäten in Deutschland weiter vorantreiben und bietet deshalb unter anderem ein globales Fellowship-Programm an. Der Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis, Medien und Politik ist ein weiteres Schlüsselelement seiner Arbeit. FFVT soll einen Beitrag leisten, eine nachhaltige Infrastruktur der Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland zu etablieren, um exzellente wissenschaftliche Arbeit zu ermöglichen.

Zur Fokussierung und Verbindung der wissenschaftlichen Debatten setzt FFVT im Projektverlauf wechselnde Akzentthemen. Das aktuelle Akzentthema lautet: „(Im)Mobilität und globale Standards des Flüchtlingsschutzes“.

FFVT wird gemeinsam betrieben vom Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC), vom Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN, Universität Erlangen Nürnberg), vom German Institute of Development and Sustainability (IDOS) und vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS, Universität Osnabrück).

Aktuelles

Workshop

Vortragsreihe Klimawandel und Migration (hybrid)

1. Dezember 2022 – 2. Februar 2023 – JDC R 1.281, Schillerstr. 1, 91054 Erlangen

In Kooperation mit der FAU Human Rights Clinic veranstaltet FFVT in Erlangen eine Vortragsreihe zum Themenkomplex Klimawandel und Migration. Bei der ersten Veranstaltung werden Fragen hierzu aus der Perspektive der Geographie, Klimatologie und Klimaethik diskutiert. Migrationsforscher Benjamin Schraven spricht in seinem Vortrag über internationale und regionale Antworten auf klimainduzierte Migration. Am letzten Termin kontextualisiert Raphaela Schweiger die Ergebnisse der UN-Klimakonferenz in Sharm El-Sheikh zum Thema.

Online- sowie Präsenzteilnahme sind möglich, für beides ist keine Anmeldung notwendig.

Workshop

Lived transnationalism in times of violent conflict – Cross-border connections and mobilities of people, goods and capital

27 - 28. März 2023

On 27/28 March 2023, BICC hosts the interdisciplinary symposium “Lived transnationalism in times of violent conflict – Cross-border connections and mobilities of people, goods and capital” in Bonn. The symposium is organized by the FFVT project in cooperation with the IMISCOE Standing Committee on Migrant Transnationalism (MITRA). It aims to provide a space of engagement for both established scholars and PhD candidates in the fields of (forced) migration studies as well as peace and conflict studies, who are working on the transnational entanglements of diverse actors in violent conflicts.

Workshop

Forced migration and refugee studies in the East. Is there a need for acknowledging the Global East as yet another epistemic concept? (in English)

17 - 18. Oktober 2022

Recent wars in Ukraine and Armenia or the refugee drama on the Belarusian border require reconsidering how we think about the world. Notably, the simple binary of the Global North and the Global South epistemologically disregards the experiences of the post-Soviet countries and generally the Global East. This workshop aims (a) to sketch the state-of-the-art of forced migration research on the countries east of the EU, (b) to discuss the concept of the Global East and (c) to consider how to facilitate and expand research collaboration and research.

FFVT-Fellowship-Programm

Die stärkere Anbindung deutscher Forschung an die internationale Flucht- und Flüchtlingsforschung ist ein zentrales Anliegen des Projekts „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer“ (FFVT). Bisher ist die deutsche Forschung in der internationalen Wissenschaftslandschaft nur unzureichend vertreten. Das Bonner Friedens- und Konfliktforschungsinstitut BICC, das Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN), das German Institute of Development and Sustainability (IDOS) und das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück arbeiten als Verbundpartner gemeinsam daran, die Sichtbarkeit der Forschung in der internationalen Wissenslandschaft zu erhöhen.

656 Forschungsprojekte
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