Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer

Das Verbundprojekt "Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer" (FFVT) zielt auf die Stärkung einer interdisziplinären Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland. Dazu führt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben die Forschung zu Migration, Entwicklung, Konflikten und Gewalt, Klimawandel, Gesundheit, Governance und Menschenrechten sowie weiteren Feldern zusammen. Auf diese Weise unterstützt FFVT die Vernetzung der zum Themenkomplex Flucht arbeitenden Einrichtungen und Wissenschaftler*innen. Um zukünftig eine akademische Ausbildung in der Flucht- und Flüchtlingsforschung zu ermöglichen, plant es den Aufbau von Studien- und Graduiertenprogrammen. FFVT will zudem die Internationalisierung der wissenschaftlichen Aktivitäten in Deutschland weiter vorantreiben und bietet deshalb unter anderem ein globales Fellowship-Programm an. Der Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis, Medien und Politik ist ein weiteres Schlüsselelement seiner Arbeit. FFVT soll einen Beitrag leisten, eine nachhaltige Infrastruktur der Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland zu etablieren, um exzellente wissenschaftliche Arbeit zu ermöglichen.

Zur Fokussierung und Verbindung der wissenschaftlichen Debatten setzt FFVT im Projektverlauf wechselnde Akzentthemen. Das aktuelle Akzentthema lautet: „(Im)Mobilität und globale Standards des Flüchtlingsschutzes“.

FFVT wird gemeinsam betrieben vom Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC), vom Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN, Universität Erlangen Nürnberg), vom German Institute of Development and Sustainability (IDOS) und vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS, Universität Osnabrück).

Aktuelles

Online-Diskussion

Brown Bag Lecture \ Beyond Humanitarian Aid: Is there a role for civil society to resolve refugee crises? A case study of Rohingya refugees (auf Englisch)

16. August 2022 – Online

Based on his research experiences, in this Brown Bag Lecture, Palash Kamruzzaman will focus on the Rohingya refugee crisis as a case study and share his views on the potential role(s) of civil society towards a dignified and sustained solution to the crisis.

Podiumsdiskussion

Cities of Migrant Solidarity: An International Dialogue

1. September 2022 – Documentation Centre for Displacement, Expulsion, Reconciliation

Cities are key sites for understanding migrant integration and refugee protection around the world. While nation states typically claim authority over the selection and acceptance of migrants and refugees, cities tend to be the places where migrants and refugees integrate into the social fabric of society, where they participate in economic and social life, and where they develop a sense of belonging. In fact, many cities protect and include inhabitants who are denied legal status by nation states. These cities are known internationally by many names, such as sanctuary cities, solidarity cities, or cities of welcome. “Cities of Migrant Solidarity: An International Dialogue” brings together international experts, practitioners, and policy makers to present diverse approaches and experiences on the capacity of cities to support vulnerable migrants and refugees.

Konferenz

4. Konferenz des Netzwerks Fluchtforschung

28 - 30. September 2022

Die Konferenz versteht sich als Plattform für Diskussionen und Vernetzungen von Forscher*innen im Feld der Flucht- und Flüchtlingsforschung. Sie wird durch die Professur Humangeographie mit dem Schwerpunkt Europäische Migrationsforschung der TU Chemnitz unter Leitung von Prof.‘in Dr. Birgit Glorius in Kooperation mit dem Netzwerk Fluchtforschung und dem BMBF-geförderten Verbundprojekt „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer“ organisiert.

Der Call for Papers, Panels & Posters richtet sich an Wissenschaftler*innen aller Disziplinen, die zu Flucht und Geflüchteten forschen. Insbesondere die Mitglieder des Netzwerks Fluchtforschung, aber auch andere Forschende, sind aufgerufen, Vorschläge für Papers und Panels einzureichen. Vorschläge können das gesamte Forschungsspektrum zu Flucht und Geflüchteten und thematisch verwandte Gebiete umfassen.

Workshop

Forced migration and refugee studies in the East. Is there a need for acknowledging the Global East as yet another epistemic concept? (in English)

17 - 18. Oktober 2022

Recent wars in Ukraine and Armenia or the refugee drama on the Belarusian border require reconsidering how we think about the world. Notably, the simple binary of the Global North and the Global South epistemologically disregards the experiences of the post-Soviet countries and generally the Global East. This workshop aims (a) to sketch the state-of-the-art of forced migration research on the countries east of the EU, (b) to discuss the concept of the Global East and (c) to consider how to facilitate and expand research collaboration and research.

We invite papers to address these issues.

FFVT-Fellowship-Programm

Die stärkere Anbindung deutscher Forschung an die internationale Flucht- und Flüchtlingsforschung ist ein zentrales Anliegen des Projekts „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer“ (FFVT). Bisher ist die deutsche Forschung in der internationalen Wissenschaftslandschaft nur unzureichend vertreten. Das Bonner Friedens- und Konfliktforschungsinstitut BICC, das Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN), das German Institute of Development and Sustainability (IDOS) und das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück arbeiten als Verbundpartner gemeinsam daran, die Sichtbarkeit der Forschung in der internationalen Wissenslandschaft zu erhöhen.

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