Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer

Das Verbundprojekt "Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer" (FFVT) zielt auf die Stärkung einer interdisziplinären Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland. Dazu führt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben die Forschung zu Migration, Entwicklung, Konflikten und Gewalt, Klimawandel, Gesundheit, Governance und Menschenrechten sowie weiteren Feldern zusammen. Auf diese Weise unterstützt FFVT die Vernetzung der zum Themenkomplex Flucht arbeitenden Einrichtungen und Wissenschaftler*innen. Um zukünftig eine akademische Ausbildung in der Flucht- und Flüchtlingsforschung zu ermöglichen, plant es den Aufbau von Studien- und Graduiertenprogrammen. FFVT will zudem die Internationalisierung der wissenschaftlichen Aktivitäten in Deutschland weiter vorantreiben und bietet deshalb unter anderem ein globales Fellowship-Programm an. Der Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis, Medien und Politik ist ein weiteres Schlüsselelement seiner Arbeit. FFVT soll einen Beitrag leisten, eine nachhaltige Infrastruktur der Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland zu etablieren, um exzellente wissenschaftliche Arbeit zu ermöglichen.

Zur Fokussierung und Verbindung der wissenschaftlichen Debatten setzt FFVT im Projektverlauf wechselnde Akzentthemen. Das aktuelle Akzentthema lautet: „(Im)Mobilität und globale Standards des Flüchtlingsschutzes“.

FFVT wird gemeinsam betrieben vom Bonn International Center for Conversion (BICC), vom Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN, Universität Erlangen Nürnberg), vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE, Bonn) und vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS, Universität Osnabrück).

Nachruf PD Dr. Elke Grawert
(13. November 1958 - 5. März 2021)

Wir trauern um eine wunderbare und engagierte Kollegin. Wir schätzten ihren Ideenreichtum, ihr Beharren auf häufig vernachlässigte Perspektiven und ihre Kompetenz an BICC, CHREN, DIE und IMIS sehr. Wir hatten viele gemeinsame Pläne für das FFVT-Projekt. Ihr plötzlicher Tod macht uns sprachlos. Es ist eine große Lücke entstanden. Elke wird uns sehr fehlen. In stiller Trauer.

BICC Nachruf

Projekt des Tages

Hier werden täglich wechselnd, zufällig aus der Datenbank ausgewählte Projekte vorgestellt:

Befragung zur Qualifikation der Teilnehmenden der Projekte des ESF-Bundesprogramms zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt - Erhebung im Rahmen der Programmevaluation

Lawaetz-Stiftung

Mit der Debatte um Integration sind auch die vorhandenen Qualifikationen von Zuwanderinnen und Zuwandern als wesentliche Voraussetzung für einen Arbeitsmarktzugang in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Neben den sprachlich bedingten Defiziten, also mangelnder Beherrschung der jeweiligen Landessprache, stellen diese eine wesentliche Barriere der Arbeitsmarktintegration dar.

Vor diesem Hintergrund erfolgte zwischen Mai und Juni 2010 im Rahmen der Evaluation zum ESF-Bundesprogramm zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt eine Befragung zur Qualifikation der Teilnehmenden der geförderten Projekte. Erfasst werden konnten dabei Individualdaten von 10.737 Personen zu den Fragebereichen Soziodemographische Merkmale, Schulbildung, Berufsausbildung, Studium, Berufserfahrungen und Qualifizierungsmaßnahmen.

Mit der Untersuchung konnten erstmals Informationen über eine arbeitsmarktpolitische Zielgruppe in einer Breite erhoben werden, die bisher nicht zur Verfügung stand. Die Daten konnten – über soziodemographische und qualifikatorische Merkmale hinaus – nach regionalen Kriterien (ESF-Zielgebiete, Bundesland und Ort des zuständigen Netzwerkes) aufgegliedert werden. Die Befragung hatte – zumal mit Blick auf Herkunft und bisherige Berufserfahrung bzw. –ausbildung – auch explorativen Charakter.

651 Forschungsprojekte

Aktuelles

FFVT briefing note

Internationalisation in Forced Migration and Refugee Research
  • Franck Düvell

2021, Mai – Bonn, Osnabrück

A central aim of the FFVT project is to specifically strengthen internationalisation in the field of forced migration and refugee studies. Thereby, it aspires to address various shortcomings identified in the ongoing debate on the politics of knowledge production. Internationalisation, however, is more than just a praxis, more than just doing internationalisation, but a concept based on critical theoretical reflections on scientific knowledge production. We thus aim to combine a pragmatic approach with some theoretical underpinning. In this FFVT briefing note, the author Franck Düvell, highlights the findings from some key publications on internationalising scientific cooperation in this field.

Online-Workshop

FFVT Scholarly Workshop „Forced Migration and Dynamics of Political Mobilisation: conceptual approaches, comparative and case studies“ (in English)

7. Dezember 2021

This Workshop invites scholars to look into forced migration from the angle of political mobilisation. Abstracts can be submitted until 13 September 2021.




Online-Workshop

CfP: Comparative Forced Migration and Refugee Studies – reflexive, postcolonial, international (in English)

28 - 29. September 2021

Taking a comparative perspective, this 2-days workshop aims at recognising trajectories and patterns as well as interdependencies but also notorious blind spots or hegemonic practices of knowledge production and subsequently the identification of new research questions in the field of forced migration and displacement processes from around the globe.

The Call for Papers is open until 20 June 2021.

Online-Workshop

Discussing the EP Frontex Scrutiny Working Group’s Report

15. Juli 2021 – online

Im Rahmen der FFVT-Workshopreihe „Displacement, Immobility and Human Rights“ richtet das CHREN ein englischsprachiges Panel zur Diskussion des Berichts der „Frontex Scrutiny Working Group“ des Europäischen Parlaments zur Einordnung der jüngsten Vorwürfe gegen die EU-Grenzschutzagentur aus. Die Diskutant*innen sind:

  • Tineke Strik, MEP, Greens/EFA
  • Lena Düpont, MEP, EPP
  • Stefan Keßler, Frontex Consultative Forum on Fundamental Rights
  • Patrik Engström, Frontex Management Board, Swedish Police
  • Matthias Oel, European Commission
  • Bernd Kasparek, Horizon2020-Projekt RESPOND

Moderation: Petra Bendel


Die Teilnahme ist offen, eine vorherige Registrierung ist nicht notwendig.

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